DER FÜHRER FÜR
AUSGEWACHSENE HUNDE
VON EUKANUBA
Auch wenn Ihr Hund kein Welpe mehr ist, können Sie
als Besitzer noch ein Paar Tricks gebrauchen.
Ist Ihr Garten hundetauglich?
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie müssen noch die Zutaten für das Abendessen besorgen und werden eine Stunde oder so unterwegs sein. Es ist ein herrlicher Tag, deshalb öffnen Sie die Tür zum Garten und lassen Ihren Basset Lucy an die frische Luft, bis Sie wieder da sind. Sind Sie sicher, dass das eine gute Idee ist? Natürlich haben Sie einen Zaun, aber genau dieses Hindernis, das ein Gefühl von Sicherheit vermitteln soll, könnte sich als problematisch erweisen - genauso wie der Dünger, mit dem Sie den Rasen in Schuss halten. Selbst die Blumen in Ihrem Garten könnten gefährlich sein. Wir möchten Ihnen keine Angst machen, sondern Sie lediglich auf mögliche Gefahren in Ihrem Garten aufmerksam machen. Zu diesem Zweck weisen wir auf potenzielle Risiken hin und geben Ratschläge, wie Sie Ihren Garten hundetauglich machen können.
Gefahren, die oft übersehen werden
- Zäune: Die meisten Hundebesitzer errichten einen Zaun aus Metall oder Holz, um zu verhindern, dass ihr Hund ausbüchst. Sie müssen jedoch darauf achten, dass das Material für den Zaun keine scharfen Kanten hat oder splittert. Legen Sie Ihrem Hund ein Sicherheitshalsband an, damit er sich mit einem Ruck oder zwei selbst befreien kann, wenn er sich verheddert hat. Das ist besonders sinnvoll für Hunde, die gerne über Zäune springen. Es gibt Hunde, die so gelenkig sind, dass sie locker über den Zaun springen könnten, aber dann bleiben sie mit dem Halsband hängen. (Wir gehen mal davon aus, dass Sie lieber einen Abend damit verbringen, nach Ihrem Hund zu suchen, als beim Tierarzt eine Entscheidung über Leben oder Tod treffen zu müssen.)
- Chemikalien: Viele handelsübliche Dünger und Unkrautvernichtungsmittel sind für Tiere mittlerweile nicht mehr gefährlich, sofern die Anweisungen des Herstellers befolgt werden. Es gibt jedoch auch Mittel, die Krankheiten verursachen können. Das Salz Diethylamin zum Beispiel, das während des Vietnamkriegs als Inhaltsstoff für das Entlaubungsmittel "Agent Orange" eingesetzt wurde, ist immer noch auf dem Markt als Dünger erhältlich und schadet Tieren. Seien Sie auch vorsichtig bei Mitteln gegen Nagetiere und Insekten. Lesen Sie unbedingt die Beschreibung auf der Verpackung, bevor Sie das Mittel in Ihrem Garten einsetzen. Wir empfehlen, nach Möglichkeit auf organische Methoden oder ganz altmodisch auf Erdnussbutter zurückzugreifen. (Denn es ist nicht auszuschließen, dass nicht die Ratte in die Falle geht, sondern Ihr Hund!)
- Pflanzen: Manche der von Gärtnern heißgeliebten Blumen und Sträucher sind gesundheitsschädlich, wenn sie von Hunden gefressen werden. Dazu gehören Tulpen, Osterglocken, Eiben und Rhododendren. Suchen Sie sich am besten andere Lieblingspflanzen, oder setzen Sie die Pflanzen in Blumentöpfe, an die Ihr Hund nicht herankommt.
- Geräte: Hunde sind von Natur aus neugierig. Manche lassen sich auch von den bedrohlich aussehenden Gartengeräten nicht abschrecken. Rasenmäher, Unkrautschneider, Kettensägen und andere Geräte sollten sich nie in der Reichweite von Haustieren befinden.
- Pools: Hunde lieben es, sich ins kühle Nass zu stürzen, aber manchmal sind die Wände der Pools so hoch, dass sie nicht mehr gefahrlos herausklettern können. Achten Sie immer darauf, Pools abzudecken oder zu umzäunen.
Vorsorge treffen
Mit unseren Ratschlägen wollen wir nicht sagen, dass sich ein herrlicher Garten und ein Hund ausschließen. (Geben Sie es ruhig zu, Sie wollen "Gärtner des Monats" werden - wir werden es auch nicht Ihren Kumpels von der Uni erzählen :) Dabei sollten Sie jedoch Folgendes beachten:
- Legen Sie in Ihrem Garten einen Hundeplatz an, damit sich Ihr Hund auch ohne Aufsicht draußen sicher aufhalten kann. Für kleine Hunde reicht auch ein Kindersand- und spielkasten aus Plastik, der außerdem den Vorteil hat, dass er mobil ist.
- Umzäunen Sie Ihre Blumen mit Hühnerdraht, der Kaninchen und Dackel gleichermaßen abschreckt.
- Ändern Sie die Regeln, und lassen Sie Ihren Hund nicht aus den Augen, wenn er im Garten ist. So können Sie sicher (oder ziemlich sicher) sein, dass er nichts anstellt.
Auf einen Hund aufzupassen ist genauso anstrengend wie auf ein zweijähriges Kind. (Mit dem Unterschied, dass ein Hund nie erwachsen wird...) Es ist Ihre Pflicht, ihn zu beschützen - eine Pflicht, die auch Spaß macht. Die gute Nachricht ist, dass Sie nur ein bisschen überlegen müssen, um Ihren Garten hundetauglich zu machen. Der Aufwand ist gar nicht groß. Nutzen Sie dazu einfach die Zeit, wenn das Mittagessen im Ofen schmort.
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